«Der Einstieg in einen Arbeitsbereich»

«Beim Verein ELCH ist die Eintrittshürde für eine Mitarbeit bewusst sehr niedrig angesetzt, damit auch Menschen mit geringen Berufsqualifikationen und längeren Arbeitsunterbrüchen eine Chance erhalten. Dies hat zur Folge, dass viele unserer Mitarbeiter*innen hohen Bedarf an Weiterbildungen haben. Die Ressourcen des Vereins liessen bisher nur beschränkt Weiterbildungen zu, die mehrheitlich ‹on the job› erfolgten. Mit der Eröffnung
des Weiterbildungsfonds im Jahre 2014 dank der grosszügigen Unterstützung der Stiftung Zürcher Brockenhaus kann der Verein ELCH seither Weiterbildungen und Kurse mitfinanzieren und die Mitarbeiter*innen auf ihrem Weg in die Berufswelt unterstützen.

Trotzdem können wir die Möglichkeiten immer noch nicht im vollen Masse umsetzen: In diesem Jahr war unser Fonds bereits Ende September ausgeschöpft, weshalb wir uns gezwungen sahen, einen Stopp zu verhängen. Wir informierten unsere Mitarbeiter*innen, dass sie erst wieder im neuen Jahr Anträge für Kurse oder Weiterbildungen einreichen könnten. Damit wir Kurse aber immer bis Ende Jahr mitfinanzieren können, wünsche ich mir, dass der Fonds mit weiteren Spendengeldern vergrössert werden kann.

Wie aus den folgenden Interviews hervorgeht, haben die Mitarbeiter*innen trotz mangelnder Ausbildung, minimalen Deutschkenntnissen oder nicht anerkannten Diplomen mit den Minijobs die Möglichkeit, einen Einstieg in einen Arbeitsbereich zu finden und Erfahrungen zu sammeln. Während ihrer Familienphase bleiben sie so mit der Arbeitswelt verbunden und erwerben neue Fähigkeiten. Die Mitarbeiter*innen erhalten einen kleinen Lohn für ihre Arbeit, die Möglichkeit, ihre Kinder während ihrer Einsätze kostenlos in der Kinderhüeti betreuen zu lassen, andere Familien kennenzulernen und sich im Quartier zu vernetzen.»